Das Dorf hat entschieden: Der Kessel wird restauriert!

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Der Bürgermeister fasste die Entscheidung der spontanen Volksbefragung in wenige Worte zusammen: „Wir leben Demokratie! Das müss‘ ma jetzt auch so machen!“

Mit einem berauschenden Ergebnis von 93% haben die Bürger des Dorfs sich für eine Restaurierung des historischen Braukessels entschieden.

Frieder Tony, der glühende Verfechter einer Lösung mit dem Bierimport vom Förderationsbräu, meinte, dass das Ergebnis eine große Enttäuschung für ihn und für das Dorf ist. „Das wird den Tourismus in der ganzen Region benachteiligen.“, meinte Frieder Tony in einer kurzen Ansprache vor dem Wahllokal.

Der Wirt meinte im Gegenzug: „Wir brauchen in erster Linie nicht mehr Touristen, wir brauchen Bier zum Fest – unser Festbier eben. Denn das Fest in seiner Form ist doch die Seele unseres Dorfes.“

Im Wahllokal feierten die Sieger der Wahl ausgiebig – den das Wahllokal, das „rote Fassl“, nahm seine eigentliche Aufgabe nach Urnenschließung wieder auf. Die versammelten Mitglieder der Arbeitsgruppe Kessel feierten mit den Bürgern des Dorfs ausgelassen bei kühlem Stiegl Goldbräu.

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Chronik

Da sich auch viele weitere Bürger über die Einfuhr von fremdem Bier zur Festzeit empörten, kam folgende Initiative zustande. Der Pfarrer, Jäger, Polizist und auch die Dorfschönheit schlugen sich auf die Seite des Wirts und gründeten die „Arbeitsgruppe Kessel“. Im Laufe des Jahres will die „Arbeitsgruppe Kessel“ verschiedene Spenden-Veranstaltungen und andere Aktivitäten planen und umsetzen, um so das notwendige Geld für die Restaurierung des Kessels aufzutreiben.

Sichtlich enttäuscht über den mangelnden Rückhalt in der Gruppe schlug Frieder Tony eine Abstimmung unter der Bevölkerung vor.

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Schuldfragen und Idee – wie geht es weiter mit dem Kessel

Aktuell

Nach dem Entdecken des Loches im Braukessel vergangene Woche – die Dorfpost berichtete – berieten sich heute zahlreiche Dorfbewohner im Gasthaus „Zum Roten Fassl“, wie man den Kessel bis zum kommenden Dorffest wieder flott bekommen kann.

Der Aufenthaltsort des Kessels war nur einzelnen Dorfbewohnern bekannt. Dass Rost und Altersschwäche dem Kessel so zugesetzt haben, ist auszuschließen. Zwar wurden keine Schuldgeständnisse eingefordert, aber der Gedanke bleibt – jemand aus dem Kreis des Dorfes hat den Kessel mutwillig beschädigt.

Neben der Schuldfrage wurden vor allem Möglichkeiten diskutiert, wie man den Kessel wieder fit bekommen sollte. Der Wirt des Gasthofes „Zum Roten Fassl“ meinte, dass es ihm alleine an den nötigen Mitteln fehlte, den Kessel zu renovieren – geschweige denn, einen neuen zu beschaffen.

Tony Frieder (besser bekannt als Frieder Tony) meinte, dass man auf das eigene Bierbrauen verzichten, und einer Brauerei den Auftrag geben könnte, das Bier zu brauen und ins Dorf zu liefern. Frieder Tony schlug dabei die Föderationsbräu AG vor, mit der er schon in der Vergangenheit gute Geschäfte gemacht hatte.

Das stieß bei den Versammelten auf Unverständnis. „Das Bier gehört zum Fest, und das soll auch so bleiben!“, meinte der Bürgermeister in einer emotionalen Ansprache.